Demokratie leben und feiern
Am 6. September präsentierten sich die drei Hellersdorfer Quartiersmanagement-Gebiete – neben dem QM Alte Hellersdorfer Straße sind das die Helle Promenade und der Boulevard Kastanienallee – zusammen mit vielen anderen Projekten, Parteien und Initiativen auf dem Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“.

Henriette Mögel vom QM Helle Promenade und Silvan Hoppe vom QM Alte Hellersdorfer Straße am Infostand der drei QMs
In diesem Jahr beteiligten sich über 70 Institutionen, viele von ihnen haben sich im Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf zusammengeschlossen. Die zahlreichen Stände und Mitmach-Aktionen und die beiden Bühnen verteilten sich beim 16. Demokratiefest erstmalig auf dem gesamten Alice-Salomon-Platz westlich und östlich der Stendaler Straße. Auf der kleinen Bühne, ganz nah am Publikum, sprachen u.a. Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic und die Bezirksbeauftragte für Partizipation und Integration, Irina Warkentin. Sie eröffnete mit ihrer Rede die Interkulturellen Tage 2025. Bis zum 26. September bieten sie ein vielfältiges Programm mit dem traditionelle Interkulturellen Fest im Haus Babylon als Abschluss. Mehr zu den Interkulturellen Tagen auf der Website des Bezirks.
Aus unserem Gebiet waren neben dem Haus Babylon auch das SOS Familienzentrum, der Jugendklub Tresor und die Streetworker von Outreach dabei. Diese hatten wie jedes Jahr ihre großen Leinwände aufgestellt, Farbsprays und Schutzkleidung lagen bereit. Bis zum Abend entstand so eine bunte, temporäre Galerie an Graffiti-Kunst aus vielen Händen. Finanziert wurde die Aktion aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements Alte Hellersdorfer Straße. Carola Rümper lud mit ihrem Kunstanhänger „Dotty Tool“ wieder zum Bemalen von Steinen unter dem Motto „Wir sind bunt“ ein. Der Kunstanhänger wird aus dem Aktionsfonds des QMs Hellersdorfer Promenade unterstützt. Die Künstlerin hat mit vielen kreativen Hellersdorferinnen und Hellersdorfern auch bunte Maskottchen für den Ortsteil entworfen. Auf dem Fest konnte man am QM-Stand abstimmen, welches Knetwesen zum Hellersdorfer Maskottchen werden soll. Besonders beliebt war auch die Siebdruck-Aktion der Villa Pelikan in der Hellersdorfer Straße. Unter den Ausstellern waren aber auch Gruppen aus ganz Berlin, wie das Anoha-Kindermuseum mit einem Regenbogen, an dem auch Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic eine Farbe mit ihrer Antwort auf wichtige Fragen des Lebens hinterließ.
Auf der kleinen Bühne bewarb Adam Page die Ausstellung „Produktive Region“ im „Klassenzimmer der Zukunft“ – das ist das transparent-grüne, raumschiffartige mobile Gebäude nebenan auf dem Platz. Hier zeigt aktuell auch die Stiftung FUTURZWEI eine Ausstellung zum Jugend-Projekt „Doing Democracy“. Vom 24. September bis 1. November folgt die Ausstellung der Laborschule Berlin zum Thema Kooperation von Schulen, Hochschulen, Künstler*innen und Nachbarschaften. Und als Zugabe wurde im Klassenzimmer auch noch vegane Kartoffelsuppe mit Zutaten aus der Region ausgeschenkt. Wer es exotischer wollte, ging zum Stand des Jugendamts, wo bis in den späten Abend sommerliche Cocktails ohne Alkohol gemixt wurden, probieren konnte man an verschiedenen Ständen auch internationale Gerichte, Kuchen, Snacks und Getränke.
Um Freundschaft ging es beim Theaterstück „Kaktus“ des Zenobia Theaters – ein Theater ohne Worte. Wortgewaltig waren dagegen die Musiker der Band „Richards Kindermusikladen“. Richard wettete mit seinen Musikern, dass er hier vor Ort ein neues Lied erfinden kann – was ihm natürlich gelang, indem er einfach das Treiben vor der großen Bühne beschrieb. Auch die beiden Musiker von Crimson Sunday machten schon am Nachmittag richtig Krach auf der Bühne. Ab 20.15 Uhr wurde die Frauen-Punkband „Die Toten Crackhuren im Kofferraum“ erwartet, die schon 2024 mächtig abgeräumt hatte.
Erst um 22 Uhr wurde es wieder ruhiger in der Hellen Mitte. Der gemeinsame Einsatz für den Schutz der Demokratie und gegen Intoleranz und Rassismus haben wieder viele ganz unterschiedliche Menschen aus dem Bezirk zusammengebracht, um sich zu vernetzen und gemeinsam zu feiern.




